18. Hacks-Gespräch im HABBEMA
18. Hacks-Gespräch im HABBEMA

»Ist denn die Kunst wirklich nur dazu da, die verdammten albernen, vorübergehenden Peinlichkeiten einer Zeit vorzuführen oder ist sie nicht vielleicht dazu da, ausgehend von dem Material, das die Zeit anbietet, Lösungen zu finden und die Möglichkeiten einer Zeit zu untersuchen im Hinblick auf die Möglichkeiten, die die Menschheit als solche hat?« (Peter Hacks)

Viele der Hacks-Bücher, besonders die für Kinder, wurden illustriert, und das kongenial. Das bedurfte gelegentlich längerer Verständigung zwischen Autor, Zeichner und Verlag bzw. Verleger. Peter Hacks hatte meist klare Vorstellungen, wie die Illustrationen sein und welche Künstler sie ausführen sollten. Aber wie er auch lobte und tadelte – nicht selten ausschweifend –, die zeichnerische Phantasie ging doch auch eigene Wege. Über den Autor, sein Werk und ihre ganz besonderen Perspektiven darauf spricht Harald Kretzschmar mit einigen dieser Illustratoren, z.B. mit Klaus Ensikat, Uwe Häntsch und Egbert Herfurth (angefragt).

 

Harald Kretzschmar befragt Hacks-Illustratoren
Mittwoch, 30. Mai, 19.30 Uhr
HABBEMA – Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft
Mülhäuser Str. 6/Ecke Prenzlauer Allee, Berlin
Eintritt: 5,-€/ermäßigt 3,-€

 
Weitere Informationen zum 18. Hacks-Gespräch finden Sie hier.

 
 
Hacks als Komödiendichter: Aktueller Band zur vierten wissenschaftlichen Hacks-Tagung
Hacks als Komödiendichter: Aktueller Band zur vierten wissenschaftlichen Hacks-Tagung

»Im lächerlichen Genre wird der unlustige Fall als überwindbar dargestellt, und das Lachen ist um so weniger bloß blöd, je inhaltlich begründeter das Überlegenheitsgefühl des Lachens ist, je tatsächlicher abstellbar das belachte Übel oder die belachte Person. Mithin, da ist ein direkter Weg vom lächerlichen Vergnügen zu der Kunst einer Klasse, welche damit beschäftigt ist, die Mißstände der Welt mittels technischer und gesellschaftlicher Unternehmungen objektiv zu überwinden.« (Peter Hacks)

Mit seinen Komödien zählte Peter Hacks zu den in Ost und West gleichermaßen meistgespielten Dramatikern. Dabei provozierte er schon früh mit einer politisch durchdrungenen Auffassung des komischen Genres. Dieser Band betrachtet unterschiedliche Etappen der Hacksschen Komödie. Die Autoren fragen nach seiner Positionierung im Gattungsdiskurs und in der Theaterlandschaft, vor dem Hintergrund des Kalten Krieges ebenso wie unter den ganz anderen gesellschaftlichen Vorzeichen nach der Wende.